Rückblick auf meine Arbeit IN DEN LETZTEN 7 Jahren

Hier finden Sie einen Einblick in meine Arbeit der vergangenen Wahlperiode (2014 - 2021) für unsere Region, den Landkreis Nordwestmecklenburg.

Schauen wir einmal kurz zurück, was ich mir damals vorgenommen habe:

 

Landratswahl Nordwestmecklenburg Kerstin Weiss Landrätin Landrat

Wirtschaft

 Eine Wohlfühlkultur für unsere Unternehmen wollte ich schaffen und die Wirtschaft im Landkreis stärken. Unsere Wirtschaft ist der Motor der Gesellschaft. Ohne Wirtschaft keine Umsätze, Gewinne, Steuern und natürlich Arbeitsplätze. Und für die Gemeinschaft kann man nur das ausgeben, was vorher erwirtschaftet wurde: durch Unternehmen, die gesund und innovativ sind, die sich wohlfühlen in Nordwestmecklenburg, die Arbeitsplätze schaffen und ihre Beschäftigten gerecht entlohnen.

 

Nun, es gab viele Dinge die ich in dieser Hinsicht begleiten durfte, aber die wichtigste Aktion war die Wiederbelebung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises. Eine Institution, die sich um Neuansiedlungen kümmert, aber auch um Bestandspflege, um Fachkräftegewinnung und um Marketing für die Region.

 

Weiterhin wurde unter meiner Federführung der Stillstand in Hohen Wieschendorf aufgelöst. Solche Projekte wie die Sanierung des Speichers in Dassow und die Entwickung um den „Mühlenkomplex“ in Bad Kleinen habe ich persönlich begleitet.

 

Wir sind Bestandteil der Metropolregion Hamburg, liegen im Dreieck von Lübeck, Schwerin und Rostock, im Norden die Ostsee und Wismar im Herzen, haben eine sehr gute Anbindung mit zwei Autobahnen und einem Seehafen, eine starke Wirtschaft und Landwirtschaft, gehören zum Tourismusland Nummer 1, haben eine wunderschöne Landschaft, sehr viel Kultur, eine Hochschule und bodenständige, aufgeschlossene Menschen… dieser Landkreis birgt so viel Potential, ist so attraktiv, ein Landkreis in dem es sich nicht nur gut urlauben, sondern auch leben und arbeiten lässt… es weiss nur noch nicht jeder…diese Botschaft müssen wir hinaustragen. Wir müssen unser Licht nicht unter den Scheffel stellen, sondern sollten selbstbewusst in die Zukunft blicken.

Infrastruktur

 Zu einer modernen Region gehört eine gut ausgebaute Infrastruktur.

Kreisstraßen

 Ich habe mich für die Sanierung unserer Kreisstraßen eingesetzt; wir müssen unbedingt den Investitionsstau auflösen. Wie bekannt, hat das Thema Fahrt aufgenommen. Z.B. wurde die Brücke Cramon, die Brücke Neuburg, die Brücke Kneese, der Abschnitt Grevenstein-Welzin, der Abschnitt Grambow in Richtung  Wittenförden, die Ortsdurchfahrten Tressow, Rankendorf und Klocksdorf  sowie der Abschnitte bei Hornstorf saniert… und noch viele andere mehr.

 

Breitbandausbau

 Das Thema Breitbandausbau hat meine Amtszeit stark geprägt. Angefangen von der Fördermitteleinwerbung (wir reden hier von über 170 Mio.€), Ausschreibung und Auftragsvergabe bis heute auf dem Weg zur Realisierung. Von den geplanten ca. 1900 km Kabeln sind 92 % verlegt und die Fertigstellung des letzten Hausanschlusses im Rahmen der 14 Projektgebiete erfolgt zum Ende des dritten Quartals 2021.

 Das erste Gebiet können wir im Februar 2021 freischalten.

 Der Ausbau großer Teile Wismars wird folgen, ebenso wie der Ausbau der weiteren 6.000 Adressen in den noch sogenannten weißen Flecken.


ÖPNV

Das neue Nahverkehrskonzept wurde eingeführt und hat viele Verbesserungen gebracht. Aber ganz bin ich damit noch nicht zufrieden. In Wismar werden wir zum Sommer 2021 nachbessern; aber auch in den Dörfern ist noch genug zu tun. Der Rufbus muss noch viel bekannter gemacht und in den Fahrplan integriert werden.

BILdung und soziales

Kitas und Schulen

Solche Faktoren wie ausreichend Kitaplätze und wohnortnahe Schulstandorte spielen eine große Rolle.

In unserem Landkreis wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Kitas errichtet bzw. bestehende saniert und erweitert und so mehrere hundert Kitaplätze neu geschaffen. Der Bedarf ist hoch, werden doch erfreulicherweise wieder mehr Kinder geboren und ziehen neue Bürger in unseren Kreis. Auch die Tatsache, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern die elternbeitragsfreie Kita eingeführt hat, ist ein großer Gewinn für unsere jungen Familien und ein klarer Standortvorteil.

Es ist nach wie vor mein Ziel, unsere 59 Schulstandorte in Nordwestmecklenburg zu erhalten und keine weitere Schule zu verlieren. Gerade konnte dem Standort Mühlen Eichsen der dauerhafte Bestand zugesichert werden; für mich eine Freude, diesen Beschluss vorzubereiten.

Schule muss sich auf den Unterricht konzentrieren können und nicht um ihren Bestand fürchten müssen.

Große Schulsanierungen an der Sehbehinderten- und Blindenschule in Neukloster, aber auch an der Integrierten Gesamtschule in Wismar wurden begonnen. Dies bedeutet mehr als insgesamt 26 Mio € Investitionen. Die Sanierung des Gerhard-Hauptmann-Gymnasiums in Wismar wird eine weitere sehr große Maßnahme werden. Auch die Erweiterung des Gymnasiums Schönberg oder die Standortzusammenführung unseres Berufsschulzentrums in Wismar stehen auf dem Plan.

Die Musikschule Wismar und die des Landkreises fusionierten- ein Zusammenschluss zum Vorteil aller. Wie wichtig die Digitalisierung an den Schulen ist, hat sich gerade jetzt in der Pandemie gezeigt.

Die Schulen in Trägerschaft des Landkreises haben ihre Medienbildungskonzepte verabschiedet und der Kreis den Medienentwicklungsplan. Wir haben Fördermittel aus dem Digitalpakt des Bundes eingeworben und setzen die Maßnahmen jetzt um. Auch konnten wir sehr viele mobile Endgeräte anschaffen und an die Schüler ausreichen.

SENIOREN

Unseren Senioren und ihren Belangen gebührt eine hohe Aufmerksamkeit. Sie haben in vielen Jahren harter Arbeit den Grundstein für unseren heutigen Wohlstand gelegt und sie gehören in die Mitte unserer Gesellschaft. Mit unserer Pflegesozialplanung haben wir einen guten Überblick über die pflegerischen Angebote in unserem Landkreis; über Nachfrage und Angebot. Ich habe meine Anstrengungen aber auch verstärkt darauf ausgerichtet, dass jeder, der in seiner eigenen Häuslichkeit bleiben möchte, dies auch so lange wie möglich kann. Und wenn das nicht mehr möglich ist, muss für jeden ein Angebot da sein.

 

KREISVERWALTUNG & BÜRGERNÄHE

In Bezug auf die Kreisverwaltung konnten beide Hauptstandorte in Wismar und Grevesmühlen erhalten werden. Der Verwaltungsneubau in Wismar wurde termingerecht im Kostenrahmen fertiggestellt. Die KFZ-Zulassung des Kreises findet man jetzt auch in Wismar.

 

Ich habe den „kurzen Weg“ als zentrale Beschwerdestelle und direkten Draht zu mir eingerichtet. Meine Sprechstunden - jeden Monat in einem anderen Amt - erfreuen sich großer Beliebtheit.

 Die Digitalisierung und das eGovernment in der Verwaltung schreiten voran. 2019 belegten wir einen der ersten Plätze im Rahmen der Auszeichnung des besten Beitrages zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes bundesweit mit unserem digitalen Bauantragsverfahren.

 Bauanträge müssen in Zukunft schneller bearbeitet werden - für die Bürger und die Unternehmen.

Städte und Gemeinden / Finanzen

Zu einem starken Landkreis gehören leistungsfähige Städte und Gemeinden. Die kommunale Selbstverwaltung ist ein hohes Gut. Ich sehe den Kreis als Partner der Städte und Gemeinden; jeder erledigt seine Aufgaben und zusammen geht sowieso alles besser. Die von mir eingeführten Bürgermeisterkonferenzen haben sich fest etabliert; die Kreisumlage konnte in meiner Amtszeit 4x von 43,67 auf jetzt 37,85 % gesenkt werden. Dies geht u.a. nur, weil sich zum einen die Einnahmen der Kommunen im Durchschnitt über alle erhöht haben und zum anderen der Kreis sparsam und mit Augenmaß gewirtschaftet hat. So bleibt der kommunalen Ebene mehr Gestaltungsspielraum für die pflichtigen, aber auch die freiwilligen Aufgaben.

 Unsere jetzige Kreisumlage ist die niedrigste im ganzen Bundesland.

 

Integration von Neuzugewanderten

In meine bisherige Amtszeit fielen die Jahre 2015 und 2016, in denen vermehrt Menschen aus Krisenregionen zu uns kamen und um Aufnahme und Hilfe baten. Diese Situation galt es zu bewältigen.
Auch ohne Integrationskonzept haben wir Integration gelebt; haben uns als weltoffen und tolerant gezeigt.